Hochwasser Januar 2004

Noch mal Glück gehabt: Bedingt durch das Niedrigwasser in diesen Wochen – der Pegel Andernach zeigte am 10. Januar eine Höhe von nur 1,47 m – sind die Rheinanwohner mit einem blauen Auge davon gekommen. Man darf sich nicht vorstellen, welche Ausmaße die Überflutungen angenommen hätten, wenn der Rhein zu Beginn der anhaltenden Niederschläge an Oberrhein, Mosel und anderen Nebenflüssen die für diese Zeit "normalen" Pegelstände von mindestens 3 oder gar 5 Metern gehabt hätte. Die Aufnahmen habe ich am Freitagvormittag bei einem Pegelstand von ca. 7,30 m und am Samstagmorgen beim Höchststand von 7,51 m gemacht. Die Scheitelwelle zog sich von den frühen Morgenstunden bis gegen Mittag hin. Der Autoverkehr auf der B 42 war zumindest im Ortsbereich Erpel nur geringfügig eingeschränkt.

Freitag, 16, Januar 2004, 10.30 Uhr

    
Der Höhenunterschied zwischen der Rheinpromenade und der B 42 ist deutlich zu erkennen. Durch die Höherlegung der Bundesstraße kann der Verkehr ungehindert weiterfließen.


Die tiefste Stelle ist der Fußgängerweg im Frontor.


In Höhe der Personenfähre "Nixe" – die seit gestern nicht mehr in Betrieb ist – ist gerade noch das Geländer zu sehen.

Dass die Lage am Rhein dieses mal nicht so dramatisch war, beweist das nebenstehende Bild:
Die Schifffahrt war keinen größeren Einschränkungen unterworfen als zu den Zeiten des extremen Niedrigwassers.

Text und Fotos: Brigitte Oberdries

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Samstag, 17. Januar 2004, 11.00 Uhr

       
Das Wasser hat sich durch die Kanalisation auf die
Straße gedrückt, wo es auch wieder abfließt. An den Treppen, die zur Uferpromenade führen, schwappt es
durch die Wellenbewegungen über.


Dort wird das Wasser auch zuletzt wieder verschwinden.


Einen Tag später ist das Geländer in den Fluten verschwunden und nur noch die Spitze der Kilometeranzeige ist zu erkennen.