Erpeler Ley

Dort, wo der Rhein, nachdem er die Ahr aufgenommen hat, eine entscheidende Richtung nach Nordwesten verfolgt, springt auf der rechten Seite der mächtige Basaltfels der Erpeler Ley bis dicht ans Ufer vor.

Neben der vielbesungenen Loreley und dem sagenumwobenen Drachenfels gehört die 191 m hohe Erpeler Ley zu den markantesten Felsen im Rheintal. Für die jetzige Form ist der Basaltabbau verantwortlich. Heute ist das gesamte Gebiet der Erpeler Ley Naturschutzgebiet.

Von Erpel aus führt eine Fahrstraße zum Plateau der Ley. Wer den Gipfel auf Schusters Rappen erobern möchte, stellt seinen Wagen auf einem der Parkplätze im Ort ab. Von hier dauert der Fußmarsch zwischen 20 und 30 Minuten. Bei der Benutzung der Waldwege empfehlen wir festes Schuhwerk, ansonsten gehen Sie am Besten über die Fahrstraße.

Auf dem Plateau angekommen, erblickt man ein hohes Holzkreuz. Es wurde kurze Zeit nach dem Ende des Krieges zum Gedenken an die Opfer im Kampf um die Ludendorffbrücke Erpel-Remagen in den Kriegsjahren 1944/45 errichtet. Am Fuße der Erpeler Ley, unmittelbar an der B 42, mahnen die Reste der Brücke zum Frieden!

Wenn Sie das Kreuz erreicht haben, sollten Sie sich viel Zeit nehmen, um den einmaligen Panoramablick zu genießen: Unter uns liegt der malerische Ort Erpel, auf der anderen Rheinseite die Römerstadt Remagen, dahinter reicht unser Blick unendlich weit in die Eifel.

Flussabwärts schauen wir auf Unkel und dahinter buckeln die Berge des Siebengebirges. Aber auch der Blick flussaufwärts, den wir am besten von der Südkuppe haben, wird Sie in den Bann nehmen: Wir erblicken am Rhein das Dorf Kasbach, dahinter die "Bunte Stadt" Linz.

Verfolgen wir den Strom weiter, sehen wir die Badestadt Hönningen und bei guter Fernsicht schauen wir bis nach Andernach. Schwenken wir unseren Blick auf die Ausläufer der Westerwaldhöhen, sehen wir die Dörfer Ohlenberg, Ockenfels und Dattenberg. Jenseits des Stromes schauen wir auf den Remagener Stadtteil Kripp; hier dehnt sich das große Gebiet der "Goldenen Meile" aus, und mittendrin liegt das Mündungsgebiet der Ahr.

Bergrücken der Erpeler Ley

Brückentürme der ehemaligen Ludendorffbrücke

Blick auf Erpel und den Rhein

Auf der Südkuppe der Erpeler Ley wurde im Gedenken an die erste Fahrt mit einem lenkbaren Luftschiff der Zeppelinstein errichtet. Ein Unwetter zwang am 2. August 1909 den Grafen Zeppelin, über der Erpeler Ley zu wenden und umzukehren. Hinter dem Gedenkstein wurde vor einigen Jahren eine Grillhütte errichtet, die bei der Ortsgemeinde Erpel (Tel. 02644/2570) gemietet werden kann.

Wenn Sie das Plateau wieder verlassen, gehören Sie mit Sicherheit zu dem Personenkreis, der behauptet: Der Panoramablick von der Erpeler Ley gehört mit zu den Schönsten des ganzen Rheintals!

 

Erfrischung mit schönster Aussicht Ausflugstipp des Kölner Stadtanzeigers

Die Erpeler Ley als Naturdenkmal

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