Werner Henneker ist Träger des Heimatordens "Alt Erpilla"
Blick Aktuell/Unkeler Reporter Nr. 4 vom 27. Januar 2005

Ordenskapitel-Chef Heinrich Schwarz präsentiert den neuen Ordensträger "Alt Erpilla "

Fast 50 Jahre ist es her, dass von der damaligen Gemeindeverwaltung Erpel in Verbindung mit der Großen Erpeler KG der Heimatorden "Alt Erpilla" gestiftet wurde. Seit 1958 wird er einmal im Jahr für die Verdienste des jeweiligen Ordensträgers um die Pflege des Brauchtums sowie für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten für die "Alte und Freie Herrlichkeit Erpel" verliehen. Wie in jedem Jahr hatte sich das Ordenskapitel, das sich aus Trägern des Heimatordens zusammensetzt, unter Leitung von Altbürgermeister Heinrich Schwarz im alten Rathaus in Klausur begeben, um den Würdigsten zu ermitteln. "Nach kurzer Diskussion war die Entscheidung dieses Jahr gefallen", verriet Heinrich Schwarz kurz vor der Pause der Prunksitzung. "Es ist wieder ein gewichtiger Mann. Ich bitte als Heimatordensträger 2005 Werner Henneker auf die Bühne", lüftete er das streng gehütete Geheimnis, nachdem dort neben den ehemaligen Ordensträgern auch die Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing und Werner Wittlich, der Landtagsabgeordnete Erwin Rüddel und Landrat Rainer Kaul Position bezogen hatten.


Der Chef des Ordenskapitels, Heinrich Schwarz, überreichte dem Weinfest-Organisator die hohe Auszeichnung

"Seit 25 Jahren wohnst Du hier in Erpel, aber mit dem Wohnen warst Du nicht zufrieden", begann Heinrich Schwarz die Laudatio. Vereinen und Verbänden habe sich Werner Henneker angeschlossen, nicht nur um Land und Leute kennen zu lernen, sondern auch um sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Neben dem Fußball hatten es ihm die kulturellen Feste seiner neuen, Heimat angetan. So konnte er für den Vorsitz des damaligen Verkehrsvereins gewonnen werden, der gerade am Boden lag. "Ohne dich und deinen Mitstreiter Bernd Walbrück hätte sich dieser Verein. sicher aufgelöst", erinnerte Heinrich Schwarz. Statt dessen "baute" ihn Werner Henneker mit Hilfe einiger Mitstreiter zum "Brauchtumsverein Freunde des Erpeler Weinfestes" um. Und das Weinfest wurde zu der Attraktion im Reigen der Erpeler Veranstaltungen, nicht zuletzt wegen des über die Grenzen der Region bekannten Blüten-Korsos. "Außerdem gehörtest du zehn Jahre dem Gemeinderat an und hast auch dort deine Ideen und dein Wissen eingebracht", fuhr Heinrich Schwarz fort. Dieses Engagement habe Werner Henneker zu Beginn dieser Legislaturperiode nicht einfach aus mangelnder Lust aufgegeben. Vielmehr sei es aus Verantwortungsbewusstsein geschehen, denn er müsse in seiner Firma für rund 50 Menschen Arbeit schaffen, damit diese ihre Familien ernähren können, hob der Chef des Ordenskapitels hervor. "Wir alle hoffen, dass Du unser Weinfest noch viele Jahre zum Erfolg führst, damit wir uns mit vielen Gästen am dritten Septemberwochenende vergnügen können", schloss Heinrich Schwarz seine Laudatio und übergab Werner Henneker unter dem Jubel der großen Narrenschar die wohlverdiente, Auszeichnung des Ortes und der KG.

Text und Foto: -DL-