Werner Lerdo wurde in das Ordenskapitel aufgenommen
Unkeler Reporter Nr. 8 vom 20. Februar 2003

Der Erpeler Bacchus ist jüngster Träger des Heimatordens "Alt Erpilla"

Mit Verspätung konnte Werner Lerdo den Erpeler Heimatorden Alt Erpilla", die höchste Auszeichnung die von der "Alten Herrlichkeit" am Fuße der Ley verliehen werden kann, erst auf dem Altentag aus den Händen von Ordenssprecher Heinrich Schwarz entgegennehmen. "Eine durchschlagende Missfunktion meines Verdauungsapparates hat es mir unmöglich gemacht, an der Sitzung der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft teilzunehmen", entschuldigte der Geehrte seine Abwesenheit eine Woche zuvor. Da hatte seine Frau Irmgard lediglich die Urkunde für ihn erhalten und schon die Laudatio hören können, die Werner Lerdo am Altentag nicht vorenthalten wurde. "Eigentlich hat mit meiner Frau bei der Sitzung die richtige Person im Mittelpunkt gestanden", erklärte der neue Heimatordensträger.


Neben dem Sprecher des Ordenskapitels Heinrich Schwarz (li.) gratulierte auch Bürgermeister Edgar Neustein dem jüngsten Träger des Ordens "Alt Erpilla" Werner Lerdo

Der früheren Leiterin des Erpeler Kindergartens sei er vor gut 30 Jahren in die "Alte Herrlichkeit" gefolgt. Während sie schnell in die Gemeinschaft des Ortes integriert gewesen sei, habe man in ihm lange nur den Mann der Kindergartenleiterin gesehen, erinnerte sich Werner Lerdo. Erst als ihm dies deutlich geworden sei, habe er sich um die "Integration" in die Dorfgemeinschaft bemüht. Und diese Bemühungen waren von Erfolg gekrönt, wie nicht erst die Verleihung des Ordens unterstrich, der für Verdienste um die Pflege und das Brauchtum sowie für ehrenamtliche Tätigkeiten für die "Alte und Freie Herrlichkeit" Erpel verliehen wird. Vor allem die Kinder wissen Werner Lerdo als Nikolaus zu schätzen, während er selbst bei auswärtigen Weinfest-Gästen als römischer Weingott Bacchus eine feste Größe beim berühmten Blütencorso ist. Neben seinen früheren Vorstandsarbeiten im Tambourcorps und Bürgerverein ist Werner Lerdo bereits seit rund 20 Jahren Mitglied im Pfarrgemeinderat, dem er mehrere Jahre als Vorsitzender vorstand. "Gerade in der kirchlich sozialen Arbeit sind viele unserer Bürger für die meisten im Verborgenen tätig, auf deren Engagement wir nicht verzichten können und die es ebenfalls verdient hätten, ausgezeichnet zu werden", bezog Werner Lerdo die vielen ungenannten Ehrenamtlichen unter dem Applaus der zahlreichen Gäste in seine Auszeichnung mit ein.

Text und Foto: - DL -