Erpeler Rat tagte
Unkeler Zeitung Nr. 29 vom 19. Juli 2001

Keine heimliche Verteuerung

Die Erpeler Räte beschlossen einstimmig, dass es für die Bürger ihres Ortes durch die Umstellung von D-Mark auf Euro am 1. Januar 2002 zu keiner heimlichen Verteuerung durch Glättungen kommen soll.

Sie folgten damit der Empfehlung des Hauptausschusses, eine exakte Umrechnung mit dem festgesetzten einheitlichen Kurs von 1,95583 in den Satzungen festzuschreiben. Ausnahmen machen dabei nur einige Punkte bei den örtlichen Gebühren. So werden etwa Geldbußen und Zwangsmittel in der Satzung über die Reinigung öffentlicher Straßen von 1000 Mark auf 500 Euro halbiert. Gleiches gilt auch bei der Miete der Grillhütte sowie für Tische und Stühle. Deren Mietpreis wird jedoch mit sofortiger Wirkung von zwei auf vier Mark, beziehungsweise von 0,50 auf eine Mark verdoppelt.

Straßenbeleuchtung in der Johannesstraße
Einstimmig folgte der Rat auch der Entschlussempfehlung des Ausschusses, in der Johannesstraße eine Straßenbeleuchtung installieren zu lassen. Er entspricht damit dem Antrag des Schulelternausschusses, der auf die mangelnde Verkehrssicherheit im Hinblick auf die Schulwegsicherung durch die nur punktuell vorhandene Beleuchtung hingewiesen hatte. Von der Kraftversorgung Rhein-Wied liegt ein entsprechendes Angebot in Höhe von knapp 19.000 Mark vor. Für diese im Haushalt nicht vorgesehene Investition müssen entsprechende außerplanmäßige Mittel im 1. Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Die Baumaßnahmen werden auf die Anlieger umgelegt, da bisher noch keine Erschließungsbeiträge erhoben wurden. Wegen der Schulwegproblematik sprach sich der Rat einstimmig dafür aus, dass die Installation der Straßenbeleuchtung vor der zweiten Jahreshälfte erfolgen soll.

Situation der Schulkinder unter die Lupe genommen
Hinsichtlich der Schulwegsicherung wird die CDU-Fraktion in der kommenden Ratssitzung einen weiteren Antrag stellen. Bei ihrer Ortsbesichtigung Anfang Juli, hatte sie die Situation der Orsberger Schulkinder genauer unter die Lupe genommen. Damit diese gefahrlos die Schule erreichen und wieder ungefährdet von dieser nach Hause kommen können, wollen die Erpeler Christdemokraten eine Fußgängerverbindung zwischen der Rheinblickstraße und der sich im Ausbau befindenden Sonnenstraße herstellen lassen, der mit einer wassergebundenen Decke und einer entsprechenden Anzahl von Straßenlaternen ausgestattet werden soll. Ohne die Orsberger Straße überqueren zu müssen, können die Orsberger Kinder über diesen Weg auf kurzer Strecke zur Grundschule gelangen.

Fußballplatz nicht mehr bespielbar
Eine größere, im Haushalt nicht eingeplante Ausgabe wird auf die Erpeler zukommen. Wie Bürgermeister Edgar Neustein den Räten mitteilte, ist der Fußballplatz im Grunde wegen extremer Verletzungsgefahr nicht mehr bespielbar.
"Bei einer Begehung haben wir feststellen müssen, dass der Aschenplatz mit Grobkorn, also Steinen aus dem Untergrund, übersät ist", erklärte er. Und zuständig für die Instandsetzung ist die Gemeinde. Und das ist unbedingt notwendig, wenn der Erpeler Fußballverein seine Punktspiele nicht verlieren will. "Wenn die Gastmannschaft sich weigert, auf diesem Platz zu spielen, geben wir zwangsläufig die Punkte ab", warnte Neustein. Außerdem würde sich der Zustand des Platzes nur noch schneller verschlechtern und die Instandsetzung so verteuern.
Laut einem Schreiben der Firma Aachener Rothe Erde würden bereits heute allein 250 Tonnen Deckerde benötigt, die mit rund 21.000 Mark zu Buche schlagen würden. Nicht inbegriffen in diesen Kosten ist allerdings der Einbau. Eine Bezuschussung des Landes ist dann jedoch nicht zu erwarten. Die gäbe es nur bei einer Generalsanierung. Die Fraktionen sind aufgerufen, sich mit dem Problem zu befassen. Text

Text: DL