Rund um den Kirchturm – Pfarrkirche "St. Severinus"


Kirchplatz im Schatten der mächtigen Rotbuche (oben und rechts)


Haus in der Frongasse

Der Turm der Pfarrkirche vom Rhein aus gesehen (unten und rechts)


Blick in den alten Kirchhof

Wissenswertes:
In seinem 1945 handschriftlich angelegten und mit alten Fotos und eigenen Federzeichnungen ausgestatteten "Bilderbuch von Erpel" beschreibt der am 19. Dezember 1890 in Köln geborene und in Erpel aufgewachsene Dr. Ludwig Noll den herrlichen Klang des Erpeler Geläutes:

"Die Glocken der Kirche sind sehr alt. Im Kriege 1914/18 wurden sie wegen ihres hohen historischen Wertes und wegen ihres schönen Geläutes nicht beschlagnahmt. Schon im Mittelalter waren sie berühmt. Man sagte, sie läuteten: Vinum bonum, Vinum bonum! was für die Qualität des hier gekelterten Weines spricht."
Das lateinische "Vinum bonum" heißt "guter Wein".

Dieser kurzen Laudatio auf das Erpeler Geläut fügt Dr. Noll folgendes selbst verfasste Gedicht hinzu, das die Liebe der Erpeler zu ihrem Glockengeläut und zu ihrem guten "Roten" in Einklang bringt:

Die Erpeler Glocken


Die Glocke Osanna ist 45 Zentner schwer und hat einen Durchmesser von 142 cm

Ein feierliches Läuten
Erfüllt das ganze Tal.
Was soll der Gruß bedeuten?
Was der Glocken Schall?
Vinum bonum!
Vinum bonum!

Von Erpels hohem Turm
Kommt das Geläute her.
In manchem Zeitensturm
Klang wuchtig es und schwer:
Vinum bonum!
Vinum bonum!

Durch manche frohe Stunde
Voll Lied und Becherklang
In sel'ger Jugendrunde
Der Glocken Weise schwang:
Vinum bonum!
Vinum bonum!

Und senkt man einen Toten
Am Breitenweg hinab
Dann klingt vom Erp'ler "Roten"
Als letzter Gruß ins Grab:
Vinum bonum!
Vinum bonum!

Quelle: "Erpel am Rhein" – 1388 bis 1988, Hrsg. Verschönerungs- und Verkehrsverein, Juni 1988

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