Vogel war äußerst zäh und widerstand allen Angriffen
Rheinzeitung vom 4. September 2001

Einweihung des Erpeler Schießstandes "mit Hindernissen"

Lange hatte der Erpeler Bürgerverein auf seinen Vogelschießstand warten müssen. Am Sonntag, 2. September 2001 war es dann endlich soweit: Der neue Schießstand konnte eingeweiht werden. Fast 4.000 Mark hat die Anlage gekostet, und fast genau die gleiche Summe kostet die Genehmigung, die Anlage auch betreiben zu dürfen. Der Vorsitzende des Bürgervereins, Nikolaus Czeslik, dankte besonders den Mitgliedern Karl Feldens, Horst Bischoff und Ingrid Hennecker, ohne deren Einsatz die Eröffnung der Anlage nicht hätte stattfinden können.
Foto: Creativ
Auch Ortsbürgermeister Edgar Neustein (rechts) konnte bei der Einweihung des neuen Erpeler Schießstandes nicht den richtigen "Gnadenschuß" auf den Adler anbringen

Nach der Segnung des Schießstandes durch Pfarrer Günter Lülsdorf gratulierte Ortsbürgermeister Edgar Neustein dem Verein. Er betonte, dass die Errichtung des Schießstandes ein "erneutes Zeichen für die vorbildliche Gemeinschaftsleistung der Erpeler" sei.

Anschließend machten sich 50 Erpeler Bürger daran, den von Steven Claus gebauten Vogel abzuschießen. Dies gestaltete sich jedoch bedeutend schwieriger als eigentlich vorgesehen. Mehr als 150 Schüsse waren abgegeben worden, mehr als zwei Stunden vergangen, ehe es Hermann Witten endlich gelang, wenigstens den linken Fuß des "zähen Adlers" unter lautstarkem Beifall abzuschießen.

Nach stundenlagem Wettstreit wurden Abschüsse ausgelost

Nachdem auch ein neues Gewehr keine Abhilfe brachte - bis zum Abschuss des rechten Fußes durch Nikolaus Czeslik dauerte es ebenfalls fast zwei Stunden -, wurde beschlossen, die restlichen Abschüsse unter den Teilnehmern auszulosen, so dass die von den Erpeler Gastwirten und Geschäftsleuten gesponserten Preise "doch noch vor Morgengrauen" vergeben werden konnten.

Trotz der Widrigkeiten, oder gerade deswegen, waren sich die Anwesenden einig, dass man dieses Fest im nächsten Jahr wiederholen sollte. Denn bei bestem Wetter, guter Verpflegung und vergnüglicher Stimmung war man sich in Erpel "wieder einmal ein bisschen näher gekommen".

Text: gs