Im Rheinhöhenort umgeschaut
Unkeler Zeitung Nr. 22 vom 31. Mai 2001

Besuch von Mitarbeitern der Landespflegebehörde Neuwied in Erpel

 

Im Rahmen der Kommissionsbesichtigung für den Kreis- und Landes-Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden –unser Dorf hat Zukunft" besuchte eine Kommission der Landespflegebehörde aus Neuwied unter der Leitung von Hans Peter Job die Ortsgemeinde Erpel.

 

Der Vertreter des Erpeler Ortsbürgermeisters Edgar Neustein, Heinrich Holkenbrink empfing die Gäste im Bürgersaal in Erpel, unter denen sich auch Dr. Heinz-Jürgen Scheid, CDU-Landtagskandidat, befand. Unter den Anwesenden waren u.a. auch Falk Schneider, Leiter des Bauamtes Unkel, Bettina Pollklesener vom Förderverein Kindergarten "Regenbogenland" und Vertreter diverser Ortsvereine.

 

Heinrich Holkenbrink begrüßte die Gäste und brachte einen Überblick über die durchgeführten und laufenden Projekte zur Verschönerung von Erpel. Hans Peter Job stellte die Mitglieder der Kommission vor: Kurt Milad, Martina Kaul, Archim Braasch und Klaus Georg. Bernd Walbrück vom Bauhof berichtete von verschiedenen Aktionen der letzten Jahre, vorwiegend von dem Hang im oberen Bereich der Erpeler Ley, wo viele wildwachsende Büsche entfernt wurden und Naturwiesen entstanden sind. Friedhelm Kurtenbach von der VG Unkel äußerte sich zu den Baumaßnahmen "Bürgerhaus/Kindergarten". Auf dem gleichen Grundstück wurde das "Wasserhäuschen" zum "Jugendtreff für die Jugendlichen umfunktioniert mit Grillhütte und Wiese. Stefan Heck, Bauamt Unkel, stellte drei Bebauungspläne vor: a) Im milden Grund, b) Rheinallee c) Kindergarten. Architekt Achim Jungheim wies darauf hin, dass sehr viele Arbeiten auf freiwilliger Basis und durch Privatinitiativen erfolgten.

 

Heribert Siebertz (Tambourcorps) will gemeinsam mit Erpeler Bürgern die Gefängniszellen im Neutor wieder in Ordnung bringen. Gerda Hirzmann bezog sich auf das Tennis-Clubhaus, das aus eigenen Reihen und ohne fremde finanzielle Hilfe errichtet wurde. Josef Rönn, Rektor der Grundschule St. Johannes, sprach von dem Erlebnis-Schulhof, der gemeinsam mit der Landschaftsplanerin Stefanie Martin konzipiert wurde und wo Eltern, Kinder und Lehrer mitgewirkt haben. Und Clarissa Wild, Lehrerin an der Grundschule, berichtete von einem Verkehrssicherheits-Projekt, an dem die Eltern mit guten Ideen beteiligt waren (Zebrastreifen, aufgemalte Fußstapfen). Claudia Schaube wies auf die beliebte Ferienspaß-Woche (Träger OG Erpel) hin, deren Finanzierung durch Spenden vorwiegend von Seiten der Eltern erfolgt sei.

Elke Biel erzählte von dem neuen Kinderchor "Cillinchen", den sie leitet und der in Erpel viel Anklang findet. Hildegard Sieberz, Tischtennisverein, freute sich über die jährlich wachsende Mitgliederzahl.

 

Dr. Heinz-Jürgen Scheid sagte zum Abschluss: "Erpel ist nicht nur eine der schönsten Ortsgemeinden, es ist auch eine der aktivsten im

Gute Noten für Erpel

Die Kommissionsmitglieder der Landespflegebehörde
schauten sich in Erpel um

 

Die Mariengrotte in den 60er Jahren

 

Mariengrotte 2001

Beigeordneter Karl-Josef Dung (l.) und Dr. Hans-Jürgen
Scheidt vor der idyllischen Mariengrotte in Erpel

Kreis, eine Vorzeigegemeinde mit viel eigenem Engagement und Privatinitiative. Erpel hat 1997den 1. Preis beim Wettbewerb auf Kreisebene gewonnen und steht auf Landesebene auf dem 5. Platz. Ich bin sehr beeindruckt, wie positiv sich Erpel entwickelt hat."

Und nun schritt man zur Ortsbegehung. Als erstes wurde der Fußballplatz inspiziert. Lothar Bonn (FV Rot Weiß) teilte mit, dass die alte Blechhütte vorwiegend durch Eigenleistungen zu einem Vereinshaus umgebaut wurde. Die nächste Station war die idyllische Marien-Grotte, die im Krieg auch als Zufluchtsort für die Erpeler Bürger gedient hat. Josef Rönn präsentierte den Erlebnis-Schulhof, von dem die Kommission sichtlich begeistert war. Den Marienplatz, eine grüne Oase, hat Bernd Walbrück mit seinen Leuten in Ordnung gebracht.

Am Marktplatz vor der Gaststätte "Om Maat" fand man sich zu einer gemütlichen Runde ein. Dr. Scheid und die Mitglieder der Kommission waren sehr angetan von dem Fortschritt, den Erpel in den letzten Jahren gemacht hat und drückten sich lobend aus, besonders auch über die zahlreichen Privatinitiativen. Erpel hat unlängst auf Kreisebene den 1. Platz in der Sonderklasse erhalten.

 

Text und Fotos: Ute Bartsch