Für die Jecken beginnt wieder die "supergeile Zick"
General-Anzeiger Bonn vom 6. November 2001

Von Ariendorf bis Beuel waren die Möhnen der Region im Erpeler Bürgersaal zusammengekommen, denn die Veedelsmöhne der Alten Herrlichkeit hatten zur Sessionseröffnung eingeladen. Und sie bescherten ihren Gäste am Sonntag "ne supergeile Zick" lange vor dem 11. im 11.

Bützcher un Alaaf gab es im mit bunten Luftballonschlangen und grell geschminkten Clownsgesichtern geschmückten Bürgersaal "ze baschte", nachdem die "Leev Pänz" das Eis gebrochen hatten.

Ihren Einsatz probte die Große Erpeler KG um ihren Vorsitzenden mit Andreas Schwager samt Prinzengarde und Solomariechen Natalie Caspari. Nach ihrem "Diner for one" mit Gabi Weinhold konnte dann Präsidentin Helga Erdmann weiter vorwiegend eigene Kräfte ansagen, wie Iris Roosen im gewagten Tütü, Möhnenvorsitzende Claudia Stolte-Herdler als "Oma Finchen" oder die Nachwuchs-Veedelsmöhne als "Space Girls". Die "supergeile Zick" endete damit - für eine Woche.

Text: khd

Erpeler Veedelsmöhne:
Sessionsauftakt "ne superjeile Zick"

Unkeler Zeitung Nr. 45 vom 8. November 2001

Da konnte dem starken Geschlecht schon leicht schummerig werden im Erpeler Bürgersaal. Die Veedelsmöhne hatten zur Sessionseröffnung eingeladen und aus allen Himmelsrichtungen waren Damenkomitees und Möhnen in die Alte Herrlichkeit geströmt, wie die Ariendorfer "Goldherzchen", die Kasbacher "Jung un Flöck", die "Sprühenden Funken" aus Bruchhausen, ja selbst das Beueler Damenkomitee kam und die rothaarigen Teufelchen vom "Omus Club" aus dem tiefen Westerwald bei Hemelzen waren an den Rhein hinabgestiegen.

Bei solcher geballten Weiblichkeit wäre den männlichen Jecken unter den dicken Luftballonschlangen und den bunt geschminkten Clownsgesichtern im Bürgersaal ihr "Hey Baby" fast im Halse stecken geblieben, hätten die Erpeler Veedelsmöhne den Jecken mit ihrem Programm nicht "ne superjeile Zick" geboten. Nach dem Tanz der "Leev Pänz" zu "Mama Lou" betätigten sich Sina Schmitz und Sarah Westphal als TV-Sportreporter im Olympiastadion und als Kochstudio-Moderatorin, zwischen denen Sabine Schlüter unvermittelt hin und her schaltete bei ihrem ersten großen Auftritt als perfekte Eisbrecher. Satzkombinationen wie "und schon taucht Klinsmann – in den Apfel im Schlafrock" oder "Wer bei ihm das Vergnügen hatte zu speisen – wird
mit der Tragbahre hinausgetragen" wurden begeistert mit einem Turbo-Beifallsdonner belohnt.


Die Erpeler Veedelsmöhne starteten mit einem bunten Programm in die närrische Jahreszeit, die der Alten Herrlichkeit nach einjähriger Abstinenz wieder einen Regenten bescheren wird

Nachdem die jungen Unkeler Stadtsoldaten mit ihrem neuen Tanzpaar die Jecken im Saal unterhalten hatten, zog unter musikalischer Leitung des Tambourcorps die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft ein. Deren Vorsitzender, Andreas Schwager, versprach dem närrischen Volk rund um St. Severinus, dass die prinzenlose Zeit spätestens nach der Sitzung am kommenden Wochenende vorüber sei, bevor Solomariechen Natalie Caspari und die Prinzengarde die Regie auf der Bühne übernahmen.

Wie schwer es sein kann, ihnen nachzueifern, davon konnte Iris Roosen von den Veedelsmöhnen als "beste Ballettmaus hinter de Heisterer Brück" ein Liedchen singen. Im zarten Tütü, die wertvollen Beine mit wärmender Wolle geschützt, berichtete die Ballerina von ihren Erfahrungen bei Tschaikowskys Schwanensee. Auch nach ihr konnte Präsidentin Helga Erdmann dem Publikum vor allem Kräfte aus den eigenen Reihen ankündigen. Nach ihrem Auftritt mit Gabi Weinhold in "Diner for One" brillierte die Ober-Veedelsmöhn Claudia Herdler als "Oma Finchen" sowie zusammen mit Sabine Schoonenberg, Iris Roosen und Gerhild Schlüter als die "Ü-Eier". Dass sich die Erpeler Veedelsmöhne keine Sorgen um Nachwuchs machen müssen, bewiesen ihre "Space Girls", bevor sie selber Marina Rick als "Callas vom Nil" begleiteten. Die Lions aus Bruchhausen und das Tanzcorps der KG Kölsch Büllesbach bildeten einen weiteren Höhepunkt des Sessionsauftaktes im Bürgersaal, zu dem vor allem auch Karl Josef Stieldorf und Günter Witten, besser bekannt als die "StiWis", mit ihren stimmungsvollen Schunkelliedern beitrugen.

Text und Fotos: DL

Karnevalsauftakt