Tag des Gedenkens an die Opfer und Mahnung zum Frieden
Leo Klevenhaus/Bonner Rundschau per E-Mail am 3. November 2005

Der Volkstrauertag lässt in Erpel die Kriegsereignisse vor 60 Jahren wach werden


Beim Volkstrauertag werden bei den Erpelern die Kriegsereignisse vor 60 Jahren wach. Beim Kampf um die Brücke zwischen Remagen und Erpel wurde der Ort zu 54 Prozent zerstört

Es war der 7. März 2005, als eine große Schar von Bürgerinnen und Bürgern in einer Feier eindrucksvoll der Ereignisse vor 60 Jahren gedachten. Damals ging durch die Überquerung des Rheins über die Brücke zwischen Remagen und Erpel durch amerikanische Truppen für den durch die Luftangriffe zu 54 Prozent zerstörten Ort Erpel der zweite Weltkrieg zu Ende. "Zahlreiche Opfer, Soldaten und Zivilpersonen, hatten für den Wahnsinn eines der grausamsten Kriege der Menschheitsgeschichte ihr Leben lassen müssen. Unser Heimatort lag in Schutt und Asche", so Ortsbürgermeister Edgar Neustein. Auch wenn man heute auf 60 Jahre Frieden zurückschauen könne, zeige der Blick in die täglichen Nachrichten, dass Krieg, Gewalt und Terror immer noch als Mittel zur Lösung von Konflikten angesehen werden. "Deshalb haben wir allen Anlass, auch in diesem Jahr den Volkstrauertag als Tag des Gedenkens an die Opfer und der Mahnung zum Frieden zu begehen", so der Ortschef, der zur Gedenkfeier am 13. November, 11.45 Uhr, auf dem Erpeler Friedhof, einlädt. Der Gesangverein Cäcilia Eintracht und das Tambour-Corps gestalten die Feier musikalisch, während die Löschzüge von Erpel und Orsberg eine Ehrenwache im Gedenken an ihre gefallenen Kameraden stellen. Die Ortsgemeinde und der VdK legen Kränze am Ehrenmal nieder; Vereine nehmen mit einer Fahnenabordnung teil.

Text und Repro: Leo Klevenhaus