Kornblumenblau leuchtet der Himmel über Erpel
General-Azeiger Bonn vom 16. September 2002

Tausende Besucher jubeln jedem der 16 Motivwagen beim Festzug zu


Sonne am Himmel, Sonne aus Blüten und fröhliche "Vogelscheuchen" im Festzug. In Erpel passte einfach alles.

"Kornblumenblau ist der Himmel am herrlichen Rheine!" Der Wortlaut dieses beliebten Schunkelliedes bewahrheitete sich beim großen Wein- und Blütenkorso der "Alten Herrlichkeit", dem unumstrittenen Höhepunkt des Erpeler Weinfestes in vollem Umfang. Und alles andere wäre dem farbenfrohen "Feuerwerk" der guten Laune aus allein 16 Motivwagen, acht Musikgruppen und den vielen fantasievoll kostümierten Fußgruppen auch nicht gerecht geworden. Mit viel Liebe hatte sich der kleine Ort auf sein "Internationales Erntedank- und Weinlesefestival" voller Freude vorbereitet.

         
Im Festzug war auch ein Iglu zu sehen, das gar nicht schmolz. Mit dabei waren auch "süße Früchtchen"

"Der liebe Gott hat nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt. Drum hat er uns nicht nur die Reben, nein, auch den nöt'gen Durst gegeben", hatte Weinkönigin Sabine bereits zum Beginn des Festes ihren Weinspruch verkündet. Dichte Menschentrauben umlagerten die Weinstände rund um das Rathaus bereits am Freitagabend. Und selbst der Nieselregen am Samstag konnte die blendende Laune nicht trüben, die von der Band "Voice Emotion " und den Erpeler Freunden aus Nimwegen, der Band "Volle Bloas" und der Gruppe "De Late" aus Baarlo musikalisch gestützt wurde.

Kindergarten- und Schulkinder zogen verkleidet mit, um die völkerverbindende Wirkung des Weins zu zeigen

Am Sonntag ging dann nichts mehr in den malerischen Gassen. Tausende Gäste waren an
den Fuß der Erpeler Ley gekommen, um mit stürmischem Applaus jeden der Motivwagen zu begrüßen, von der großen Weltkugel über das Weinschiff bis hin zum Wetterhäuschen und zur Windmühle. Selbst ein Eskimo war mit seinem Iglu an den Rhein gekommen, um Bacchus in seinem von mächtigen Gladiolen umgebenen Atriumtempel, vor allem aber Weinkönigin Sabine in ihrer mächtigen Blütenkrone zu huldigen.

Süße internationale Früchtchen aus dem katholischen Kindergarten untermauerten die völkerverbindende Wirkung des Weins ebenso wie die Spanier, Franzosen und Ungarn aus der Grundschule. Die war auch mit Vogelscheuchen, darunter "Oberscheuche" Rektor Josef Rönn, vertreten, während niedliche Bienchen vom Kindergarten "Regenbogenland" ihren mächtigen Bienenkorb, das "Heim des Fleißes" umschwirrten. Angelockt wurde sie von dem duftigen großen Weinfass, aus dem die Lese des Vorjahres verteilt wurde.

Fleißig sind auch schon die Buure vom Elferrat gewesen, die als Marktschreier nicht nur "om Maat" freigiebig Gemüse und Obst feilboten.

Und so herrschte nicht nur am Himmel Sonnenschein, der den kleinen schirmbewehrten Mann in sein Wetterhäuschen verbannte, bevor das überschäumende Füllhorn am Zugende die begeisterten Zuschauer zum Weinkorso 2003 einlud.

Text: khd / s/w-Fotos: Frank Homann

Berichte des "Unkeler Reporters" – Weinfest und Blumenkorso

Bericht vom Montag: Fünf Weinköniginnen geben dem Fest Glanz

Fotos vom Freitagabend

Bilder vom großen Erntedank- und Weinfestzug und vom Wagenbau (externer Link)

Bilder der Traktoren (externer Link)

Weitere Bilder auf den Seiten des Tambour-Corps (externer Link)