Die Sti-Wi's,
das Unterhaltungsduo aus der Alten Herrlichkeit

Karl Josef Stieldorf und Franz Günter Witten, zwei waschechte Erpeler, haben sich, wie sie selber sagen, 1994 im knabenhaften Alter von 50 und 63 Jahren gefunden, um ihr gemeinsames Interesse, heimisches mundartliches und rheinisches Liedgut von Vätern und Großvätern der Nachwelt zu erhalten.

Dank Wittens Vater Hermann, der nicht nur singen, sondern auch reimen konnte, und Karl Noll, der es verstand, dies alles in Noten umzusetzen, entstanden viele Lieder, die das Leben Erpels erzählen und widerspiegeln. Stieldorf und Witten, die sich nach den ersten Silben ihrer Nachnamen die "Sti-Wi's" nennen, begannen zu recherchieren und studierten vorhandene Texte und Melodien ein.

Seitdem sind sie auf vielen veschiedenen Veranstaltungen aufgetreten - Franz Günter Witten singt und Karl Josef Stieldorf begleitet ihn auf dem Akkordeon - und haben nicht nur den Erpelern Freude bereitet. Und damit dieses Stück Heimatgeschichte auch noch den Nachkommen im Gedächtnis haften bleibt, haben die beiden Musiker zwei CDs mit Erpeler Liedgut herausgebracht.


Die Sti-Wi's: Günter Witten und Karl Josef Stieldorf

Eine Kostprobe bietet ein Auszug aus dem Medley "Erpel zu den vier Jahreszeiten"

Enttrümmerungslied:
Vom "Dreßpädche" abwärts bes an de Betz,
Jetzt alles vor Sauberkeit blink und bletz!
Kei Stäubsche, kei Grömmelsche Dreck!
Alles es sauber, alles es weg!

Die Selbstzucht:
Wat han mir in Erpel doch für e Jlöck,
in jedem Huus is en Tubaksfabrik.
Die Wösch hät kein Plaaz op de Läuv,
do hängk jo de Tubak ze Häuf!
Im Herbst wird der edle Havanna gequalmt,
em Fröhjohr werden die Stengele zermalmt!

Prommebaum:
Em Hendehowwe steiht 'e ne ahle Prommebaum,
prima Prömmche, prima Prömmche, Prommebaum.
Wer von ihm nascht erlebt den schönsten Liebestraum,
prima Prömmche, prima Prömmche, Prommebaum.
Un räch's om Grave de Bockstation,
de Biene spiele Saxophon!
Mem Erpeler Wappe kumme doher,
die Puddelsfahrer, kreuz un quer.
Ein Hendehowwe steiht 'e ne ahle Prommebaum,
prima Prömmche, prima Prömmche, Prommebaum.

Erpel, leev Erpel:
Erpel, leev Erpel, du bess et beste Stöck.
Erpel, leev Erpel, an dir hängk all mie Jlöck.
Erpel, leev Erpel, dech loss'n ech nie em Ress.
Mer draren dech em Hetze deev, weil du oos Heimat bess!

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