Neuigkeiten aus der Alten Herrlichkeit

Den Asberg erlebbar machen

Erste Info-Veranstaltung der Windparkgegner "Romantischer Rhein"

UNKEL. "Wir wollen mit unseren drei Veranstaltungen zum Thema "Natur- und Windkraftinformation" vorrangig das Gebiet um den Asberg erlebbar machen", sagte Dr. Dirk Seeling, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative "Romantischer Rhein", von der Rundschau nach Sinn und Zweck der ersten von eben drei Veranstaltungen gefragt. Draußen, an der Hauswand des Weinhauses "Im Lämmlein" in Unkels Stadtmitte, begrüßten er sowie Dr. Helmut Oberritter und Dr. Roland Kohler ihre Veranstaltungsbesucher mit dem Demo-Transparent "Windkraft zerstört Gesundheit, Natur, Landschaft - Keine Windräder in der Verbandsgemeinde Unkel".

Die Initiatoren der Bürgerinitiative "Romantischer Rhein" mit Dr. Dirk Seeling, Dr. Helmut Oberritter und Dr. Roland Kohler (v.l.) begrüßten mit einem Demo-Transparent die Besucher ihrer Veranstaltung
Die Initiatoren der Bürgerinitiative "Romantischer Rhein" mit Dr. Dirk Seeling, Dr. Helmut Oberritter und Dr. Roland Kohler (v.l.)
begrüßten mit einem Demo-Transparent die Besucher ihrer Veranstaltung


Nun, die Schar derer, die gekommen waren, um sich zum besagten Thema informieren zu lassen, bewegte sich im übersichtlichen Rahmen. Das mag darin begründet sein, dass die Unkeler selbst Talbewohner sind und für sie der geplante "Asberg-Windpark ja weit weg" erscheint. Dennoch, oder auch gerade deshalb, kommt die Bürgerinitiative mit ihren Informations- und Erlebnisabenden zum Thema Natur und Windkraft in die Weinstuben Unkels und in die Bruchhausener Gaststätte.

Viele Bürger seien unsicher, wie das Thema „Windkraft“ im Allgemeinen und Windkraft am Asberg in der Verbandsgemeinde Unkel im Speziellen einzuschätzen ist. Welche Konsequenzen hat die Windkraftanlage am Asberg für den Naturpark und für den Tourismus am unteren Mittelrhein? Was ist so besonders am Fauna-Flora Habitat am Asberg? Ist Windkraft ökologisch sinnvoll, ist es „saubere“ Energie? Was sind die wirtschaftlichen Chancen und Risiken mit den Windkraftanlagen? Über diese und andere Fragen wollte und will die Bürgerinitiative Romantischer Rhein informieren, diskutieren und auch die Natur ein Stück erlebbar machen. Hierzu werden zahlreiche Bilder, Klänge, Fakten und Erfahrungsaustausch präsentiert. Besser informiert, kommt man zu einem klareren Schluss. "Auf der Weinhaustour durch die Unkeler Weinhäuser wird der Naturraum samt geschützter Tiere vorgestellt", so die Initiatoren.

Ihr Streifzug stellte fast unberührte Natur und Windkrafträder gegenüber, stellte der natürlichen Stille und Erholung der Wälder und Fluren die Windkrafträder am Beispiel Hunsrück entgegen. Beeindruckende Fotos von Helmut Oberritter vom Asberg und dem romantischen Rhein heben den unbestrittener Reiz dieser Landschaft hervor. Die artenreiche Tierwelt wird nicht ausgespart. Neben vielen Fakten, die die Naturschützer zu Felde führen, lautet ihre Devise "Windanlagen am schwachwindigen Rhein sind schwachsinnig". Sie betonen, dass nach einer Studie des Bundesverbandes WindEnergie e.V. von diesem Jahr nach 10 Jahren im Durchschnitt 140 Prozent der erhofften Jahresumsätze gefehlt haben. Umsatzerlöse hätten in 82 Prozent der Jahresabschlüsse unter den versprochenen Werten gelegen. Und vor allem: "50 Prozent der Onshore-Windparks (auf dem Festland) laufen so schlecht, dass die Anleger froh sein können, wenn sie das Geld wieder zurück bekommen", so die Bürgerinitiative.

Nicht unerwähnt geblieben ist, dass "Deutschland ein Energiespeicherproblem hat. Wir produzieren zur Zeit deutlich mehr Strom als wir brauchen!". Deshalb gelte es unbedingt, Alternativen zu prüfen.

"Der Asberg kommt ins Weinhaus" geht weiter am 15. August im Gasthaus "Zur Traube" (Unkel) und am 29. August im "Bruchhausener Hof" (Bruchhausen), jeweils 19.30 Uhr.

Info: Bürgerinitiative "Romantischer Rhein"

Text + Foto: Leo Klevenhaus, Bonner Rundschau vom 10. August 2013

10:44:50 am 11.08.2013 von Erpel - Kategorie: Windpark Asberg

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