Neuigkeiten aus der Alten Herrlichkeit

Auch im 60. Jahr wurde der Heimatorden „Alt Erpilla“ verliehen

Rudi Richarz ist das neue Mitglied der „Alt Erpillaner“

Kapitelsprecher Gregor Noll listete in der Laudatio das ehrenamtliche Engagement des Geehrten auf


Mit einem Hinweis auf die in den Medien immer wieder hervorgehobene Bedeutung des Ehrenamts begann der Sprecher des Ordenskapitels „Alt Erpilla“, Gregor Noll, seine Ansprache zur Laudatio auf den neuen Ordensträger.

Schon stolz, aber durchaus bescheiden, präsentierte der neue Ordensträger Rudi Richarz seine Ernennungsurkunde zum Alt-Erpillaner.
Schon stolz, aber durchaus bescheiden, präsentierte der neue Ordensträger Rudi Richarz seine Ernennungsurkunde zum Alt-Erpillaner.

„Ich hätte mir als Wort des Jahres 2017 statt des frustrierenden ‚Jamaika-Aus‘ ein aufforderndes ‚Ehrenamt – mach mit!“ gewünscht, denn auf ein solches Engagement können wir nicht verzichten“, so der Erpeler, dem 1975 als Prinz Gregor I. „von Dur und Moll“ diese hochgeschätzte Auszeichnung verliehen worden war. Diese war 1958 als Heimatorden „Alt Erpilla“ geschaffen worden, um einmal im Jahr eine Persönlichkeit zu ehren und der Öffentlichkeit vorzustellen, die sich voller Idealismus in außergewöhnlicher Weise um den Erhalt und die Pflege von Brauchtum und Kultur oder in sozialen Bereichen ehrenamtlich verdient gemacht hat. Gestiftet hatte den Heimatorden die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft (GEK) auf Anregung der damaligen Gemeindeverwaltung Erpel und es war einer der „Großen“ des Erpeler Karnevals, Hans Brandenburg, der den Entwurf des Ordens angefertigt hat.

„Die von Beginn an in hohem Ansehen stehende Auszeichnung wurde ohne Unterbrechung alljährlich verliehen. Heute dürfen wir mit Recht stolz auf 60 Jahre Heimatorden ‚Alt Erpilla‘ sein, der heute dem 68. Ordensträger verliehen wird. Dafür bitte ich Rudi Richarz auf die Bühne“, so Gregor Noll kurz vor der Pause der Prunksitzung. Jahrzehntelange, aktive Teilnahme am Erpeler Vereinsleben, verbunden mit großer Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein seien charakteristisch für das ehrenamtliche Engagement des Nachfolgers von Angela und Ursula Dung, der damit auch in den Reigen der GEK-Senatoren aufgenommen wurde, von denen etliche auf die Bühne gekommen waren.

„Mein Rückblick auf dein Vereinsleben beginnt mit dem Karneval und der GEK, so wie ein Gruppenfoto dich 1964 als staatsen Kääl der Stadtsoldaten neben Günter Witten und dem legendären Tanzpaar Heinrich Schwarz und Ruth Hörsch zeigt“, erinnerte Gregor Noll. Im Gedächtnis geblieben sei ihm Rudi Richarz neben Matthias Harth, Manfred Weißenfels und Willi Dümpelfeld aber als Mitglied der Spaßturnergruppe „MaMaRuWi“, die nicht nur die Narren zum Lachen, sondern auch die alte Bühne im Saal „Wald“ so richtig zum Wackeln gebracht habe.

„Dein Engagement in Erpeler Vereinen ist von Anfang an breit gestreut gewesen. So warst du aktiver Spieler beim Tischtennis-Club ‚Grün-Weiß‘, gehörtest dem Junggesellenverein an, in dem du auch die Königswürde erlangt hast“, erinnerte der Sprecher des Ordenskapitels. Klangvoll nachhallend sei jedoch das aktive Wirken von Rudi Richarz im Tambourcorps Erpel, nach der Abwerbung von Remagener Fanfarencorps. Dort schlage der 68. Alt-Erpillaner nicht nur die Becken, sondern sei auch seit 30 Jahren als Mitglied des Vorstands 2. Kassierer des Vereins, bei dessen Freizeiten er auch als „Boss der Jausen-Station“ tätig sei. „Kein Wunder, das dich das TC 2013 für dein vorbildliches Engagement zum Ehrenmitglied ernannt hat“, erklärte Gregor Noll.

Nicht unerwähnt ließ er zudem, dass der Geehrte seit 2001 als Wagenbauer für den Brauchtumsvereins „Freunde des Erpeler Weinfestes“ arbeitet und damit seit 17 Jahren zum Kern des Teams gehört, dem der Ort die herrlichen Motivwagen des Blumenkorsos verdankt. Zum Schluss seiner Laudatio erwähnte Gregor Noll zudem die Hausmeistertätigkeit, die Rudi Richarz im Bürgersaal-Gebäude leistet. „Du widmest dieser Arbeit einen weitaus größeren persönlichen Einsatz als es für solche Stellen üblich ist. Stets ansprechbar, selbst in der Nacht, hilfsbereit, aber auch verbindlich bei der Verwaltung öffentlichen Eigentums können sich die Ortsgemeinde, die Vereine und sonstige Nutzer des Bürgersaals hundertprozentig auf dich verlassen“, lobte er den neuen Träger des Ordens. Dessen langjähriger Einsatz im Erpeler Vereinsleben sei ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement und der Pflege Erpeler Vereinskultur und des Brauchtums des Ortes, lobte er einen sichtlich überwältigten Rudi
Richarz, bevor dieser die Gratulation seiner Ordens-Kollegen entgegen nahm.

Blick Aktuell vom 19. Januar 2018 / Text und Foto: DL

11:09:28 am 24.01.2018 von Erpel - Kategorie: Presse

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